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Es soll
politische Gruppen geben, die setzen Manifeste, programmatische
Thesen, wenn nicht gar Diskussionsangebote in die geplagte Welt. Wir
auch.
Nicht,
weil wir denken, dass wir den Durchblick erfunden hätten. Aber
immerhin, wir bemühen uns, und das, was wir so gebacken bekommen,
reicht schon für eine kurze Selbstdarstellung. Also, wer oder was
sind wir? Keine Knochenfreaks, sondern vielmehr dem Comic-Wahn verfallen...
(kennt jemand die Bone-Comics von Jeff Smith?)
Mitunter
werden wir aber bierernst, brüten über Kaffee- und Teepötten
und fangen an mit Politisieren. Und da zeigt das nette Kürzel B.O.N.E.,
was in ihm steckt.
Beginnen wir mal mit
Basisdemokratisch. 
Soll heißen, dass wir aus eigener Erfahrung
ebenso wie aus theoretischen Gründen sowohl bürgerlich-parlamentarische
Stellvertretungspolitik als auch den leninistischen Avantgardeansatz
ablehnen (sind die beiden nicht mindestens zweieiige Zwillinge?). Beide
Politikmodelle bekämpfen in letzter Instanz die selbstverantwortliche
Tätigkeit der bislang Unterdrückten. Wir hingegen hegen Sympathie
für anarchistische, radikaldemokratische bzw.rätekommunistische
Vorstellungen und würden auf der Strecke gerne ein ordentliches
Stück vorankommen, mit anderen Worten: den überkommenen Theoriefundus
praktisch aktualisieren.
Danach kommt natürlich
Oblomovistisch. 
Hieß früher eigentlich Organisiert,
aber dann haben wir B.O.N.E.s irgendwann festgestellt, dass wir gar
nicht groß organisiert sind (als einzelne schon, aber nicht mehr
als Gruppe) - und schon länger kein neues Flugblatt veröffentlicht
haben, obwohl es dauernd geplant wird. Stattdessen werden gemeinsam
Bücher zu zwei Dritteln gelesen, bevor sie weggelegt werden. Daher
hat B.O.N.E. die Bedeutung des O im Namen von "organisiert"
auf "oblomovistisch" geändert.
(Oblomov
ist eine russische Romanfigur, die dauernd im Bett liegt ... während
des ganzen Buches. Umgeben von Skizzen, Entwürfen und Ideenpapieren
stellt sie andauernd irgendwelche Pläne an, die nie verwirklicht
werden. (siehe: Wikipedia)
Neurotisiert.
Damit soll wahrscheinlich zum Ausdruck kommen, daß wir zwar ganz nett,
aber auch ziemlich bekloppt sind.
Nu die
E manzipation.
Sie kann nur in einem langen Prozess gemeinsam erkämpft werden,
und zwar gegen die, die uns unten halten und gegen die, denen es so
gefällt zu leben. Die Emanzipation umfasst nicht nur die Produktionssphäre,
sondern die gesamte Lebensweise und ist eine Bedingung dafür, dass
alle ihren Bedürfnissen entsprechend leben können. Drunter
machen wir's nicht.
So, wir
proklamieren aber nicht nur hehre Grundsätze, sondern haben auch
echte Themen. So plagt uns z.B. immer wieder folgendes:
*
Was ist Antiautorität? Wieso unterwerfen sich Menschen der 'Macht'?
* Was geht ab in Europa? Wird Europa deutsch oder umgekehrt? Wer profitiert,
wer wehrt sich (oder auch nicht)?
* ist die anarchistische Theorie nach Mühsam/Kropotkin/Landauer
abgeschlossen oder überholt? Wie kann eine befreite Gesellschaft
nach dem Spanischen Bürgerkrieg, Stalinismus und ohne politische
Diktatur aussehen?
* Was ist eigentlich Post-Anarchismus/Post-Marxismus?
Außerdem
melden wir uns, wenn uns der Hafer stechen sollte, mit bemerkenswerten
Flugschriften zu Wort, die auf www.bone-net.de auch dokumentiert sind.
Des Weiteren
lesen wir öffentlich in einem selbst organisierten Lektüreseminar:
„Tier-Werden,
Schwarz-Werden, Frau-Werden“ von Gabriel Kuhn
(alle
14 Tage, fangen im WS 2007/2008 an) und laden alle interessierten Geister
herzlich ein, mit uns gemeinsam "den Poststrukturalismus"
zu studieren. Unsere Lesegeschwindigkeit ist basisdemokratisch geregelt,
heißt: wenn es Erklärungs- oder erweiterten Diskussionsbedarf
gibt, wird dafür Raum und Zeit gegeben. Deswegen sind angegebene
Termine mit Vorsicht zu genießen, aber eine Richtschnur.
So, aber was ist nun „Tier-Werden, Schwarz-Werden, Frau-Werden“?
Lassen wir den Unrast-Verlag selbst zu Wort kommen: "Tier-Werden,
Schwarz-Werden, Frau-Werden" richtet sich in politischer Absicht
vor allem an Aktivist/innen und Wissenschaftler/innen in linken und
linksradikalen Zusammenhängen. Es sieht sich als Handbuch, das
Hilfestellung leisten will zum Verständnis poststrukturalistischer
Theorienbildung und ihrer revolutionären Potentiale, sowie zur
Entfaltung eigener revolutionärer Theorie und Praxis.
Das Buch ist wesentlich darum bemüht, das oft als schwer zugänglich
beschriebene poststrukturalistische Theoriengebäude zugänglicher
zu machen, ohne es dabei zu trivialisieren. Die Einführung eignet
sich so für alle, die an poststrukturalistischer Theorie Interesse
pflegen und nach einer Einstiegshilfe in poststrukturalistische Theorienbildung
suchen.
Bei Interesse
einfach mal per mail anfragen
und dazustossen...
Und wenn
uns gar nichts mehr einfällt, zeigen wir öffentlich Filme
im New Yorck/Bethanien ...
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